Was ist der Unterschied zwischen Franchise und Master-Franchise?

Franchise als Vertriebsform ist vielen Menschen bereits geläufig, nicht zuletzt aufgrund bekannter Franchise-Marken wie McDonalds oder Subway. Gerade in Bezug auf Franchisesysteme, die ins Ausland expandieren möchten, fällt häufig der Begriff Master-Franchising. Wo liegt da der Unterschied zum „normalen“ Franchise?

Master-Franchise-Nehmer zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer

Das Prinzip von Franchising und Master-Franchising ist im Grunde sehr ähnlich, nur dass beim Master-Franchising mit dem Master-Franchise-Nehmer eine Stufe zwischen der Zentrale des Franchise-Systems und dem einzelnen Franchisenehmer an einem Standort liegt.

Im direkten Franchising sucht die Franchise-Zentrale nach Franchisenehmern, die sich mit ihrem Geschäftskonzept selbständig machen. Ein junges Franchisesystem hat in der Regel mindestens einen Pilotbetrieb, in dem sich das Konzept bereits bewährt hat. Die Franchisezentrale gibt ihrem Franchisepartner ihr Know-How an die Hand und unterstützt ihn beim Aufbau eines eigenen Franchise-Standorts. Im Ausland wird dieser Aufgabenbereich häufig von einem dazwischen geschalteten Master-Franchise-Nehmer übernommen.

Nehmen wir an, dass ein Franchisesystem aus dem fernen Amerika nach Deutschland expandieren möchte. D.h. es möchte Franchisenehmer finden, die das bereits in Amerika bewährte Konzept gut finden und in Deutschland zum Beispiel mit einem Geschäft in München umsetzen wollen.

Nun hat das Franchisesystem aus Amerika möglicherweise das Problem, dass sie den deutschen Markt, die deutsche Kultur und vielleicht noch nicht einmal die deutsche Sprache kennen. Möglicherweise muss jedoch ihr Geschäftskonzept ein wenig auf den deutschen Markt angepasst werden, damit es vom Endkunden auch angenommen wird. Außerdem muss das amerikanische Franchisesystem dem deutschen Franchisenehmer einen kompetenten Ansprechpartner und gute Unterstützung bieten, um den Anforderungen an ein gutes Franchisesystem gerecht zu werden. Diese Rolle kann ein sogenannter Master-Franchise-Nehmer übernehmen.

Master-Franchise-Nehmer = „Franchisegeber“ im eigenen Land

Der Master-Franchise-Nehmer erwirbt das Recht zur Nutzung des Geschäftskonzeptes, der Marke etc. für ein ganzes Land oder eine ganze Region. Hier tritt er für die einzelnen Franchisenehmer wie ein Franchisegeber auf: Er passt das Konzept und die Verträge an, sucht lokale Franchisepartner, geht mit ihnen in Vertragsverhandlungen und unterstützt sie vor und nach dem Aufbau ihrer Selbständigkeit als Franchisenehmer.

Im Grunde baut ein Master-Franchise-Nehmer das Franchisesystem in seinem Land oder seiner Region auf. Bevor er Franchisepartner sucht, muss er in der Regel erst einmal einen eigenen Pilot-Betrieb aufbauen.

Wie „normale“ Franchisenehmer werden auch Master-Franchise-Nehmer von Franchisesystemen gesucht. Master-Franchise-Nehmer benötigen ausreichend Erfahrung und Management- und Führungsqualitäten und benötigen mehr Kapital, um das Franchisesystem im eigenen Land aufbauen zu können. Franchisesysteme, die Master-Franchise-Nehmer suchen, werden im FranchisePORTAL in der Kategorie Master-Franchising gelistet.

Bild: © Christina Deridder | Dreamstime.com

 

 

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