Wer sucht, der findet – Tagesgeld für Unternehmer

Tagesgeld für Unternehmen

Tagesgeldkonten – nur für Privathaushalte oder auch für Unternehmen sinnvoll?

Viele kennen es aus Ihrer privaten Vermögensplanung: Man verfügt über finanzielle Reserven, die man sich aber nicht unter das Kopfkissen oder auf’s Girokonto legen möchte. Lieber möchte man es irgendwo anlegen und Zinsen  bekommen. Noch lieber sollte der Zinssatz höher als die Inflation ausfallen, gleichzeitig möchte man aber jederzeit Zugriff auf sein Vermögen haben und nicht an Laufzeiten gebunden sein.

Ähnliche  Überlegungen können auch in den Büros von Unternehmern und Franchisenehmern stattfinden: Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel, die möglichst wertsteigernd angelegt werden sollen, ohne in der Verfügbarkeit eingeschränkt zu sein. Patrick Erb beschäftigt sich in diesem Gastbeitrag mit der Frage, ob Tagesgeldkonten sinnvoll sind oder diese lediglich Privatpersonen vorbehalten sind:

Private Haushalte „parken“ ihre kurzfristig freigewordenen Überschüsse einfach auf einem Tagesgeldkonto. Umfragen zeigen, dass die Spareinlagen auch in Zeiten magerer Zinsen weiterhin zu den beliebtesten Geldanlagen der Deutschen gehören. Der große Vorteil eines Tagesgeldkontos liegt dabei in dessen Flexibilität: Das Guthaben ist für unvorhergesehene Ausgaben jederzeit verfügbar und bietet auch bei den Einzahlungen maximalen Freiraum.

Was für private Haushalte interessant ist, lässt sich mit Einschränkungen auch auf Unternehmen übertragen. Zumindest solange die Banken noch keine Strafzinsen von ihren Firmenkunden verlangen, ist das Tagesgeld auch für Unternehmer und Existenzgründer eine sinnvolle Option. Nicht wenige Betriebe führen sogar zwei oder mehr separate Tagesgeldkonten, eines für Steuer- und eines für Investitionsrücklagen.

Damit sind auch gleich die wesentlichen Einsatzzwecke der Tagesgelder im betrieblichen Umfeld umrissen: Die kurzfristige Anlage liquider Mittel für geplante sowie ungeplante Ausgaben. Bei sorgfältiger Planung lassen sich so unter Umständen Liquiditätsüberschüsse aus den Vormonaten nutzen, um einen späteren Liquiditätsbedarf zu decken.

Während Privatkunden mittlerweile jedoch von den Banken geradezu umworben werden, stehen Gesellschaften bei der Wahl eines lukrativen Anbieters nicht selten vor einem Problem. Viele der attraktiven Tagesgeld-Angebote stehen nur Privatkunden zur Verfügung und dürfen ausschließlich auf eine natürliche Person eröffnet werden. Gesellschaften und Firmen bleiben hier außen vor.

Allerdings ist es auch noch nicht soweit, dass Unternehmen mittlerweile gar keine Zinsen mehr für ihre Liquiditätsüberschüsse erhalten würden oder gar Negativzinsen an die Banken zahlen müssten. Und so gibt es auch weiterhin solide Angebote für Tagesgeld und Festgeld, die sich speziell an Firmenkunden richten. Ein aktuelles Beispiel sind hier etwa die „Business-Produkte“ des Mittelstandsfinanzierers Gefa Bank, die Unternehmen Anlagebeträge ab 10.000 Euro beim Tagesgeld sowie beim Festgeld ermöglicht. Und auch Geldinstitute wie etwa die Santander Bank oder die Volkswagen Bank halten Angebote für Firmen bereit.

Wer sucht, der findet, heißt die Devise also auch beim Tagesgeld. Wichtig für Unternehmen ist hier eine gesunde Mischung aus solider Verzinsung und ausreichender Sicherheit. Denn die gesetzliche Einlagensicherung alleine reicht für den Schutz größerer Geldmengen kaum aus.

 

Über den Autor:

Portrait Herr ErbHerr Erb () ist Diplom-Soziologe und seit mehr als 8 Jahren als Journalist und Autor im Netz aktiv und hat sich insbesondere auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert. Neben der Betreuung eigener Projekte, etwa dem Internetportal www.tagesgeld-anleger.com, beliefert er auch unterschiedliche Medien mit Fachartikeln. Als Entwickler von Finanzrechnern, stellt er verschiedene Rechentools wie beispielweise Zins- und Sparrechner im Internet zur Verfügung.

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