Bei Pizza Hut via Eye-Tracking bestellen

Eye-Tracking beim Franchise-System Pizza Hut

Das Franchise-System Pizza Hut führt eine interessante technische Neuerung ein: Unterbewusste Bestellung via Eye-Tracking-Methode

Das international bekannte Franchise-System Pizza Hut hat kürzlich mit einer Testphase der besonderen Art begonnen. Keine neue Pizzakreation, wie man vermuten könnte, sondern die Art und Weise des Bestellvorgangs wurde verändert. In Zukunft könnte das eigene Gehirn die ideale Pizza bestellen, ohne dass das Bewusstsein davon etwas mitbekommt – mit Hilfe von Eye-Tracking.

Pizza Hut in Großbritannien führt das futuristische Bestellen ein

In einigen Restaurants der Franchise-Marke können die Kunden ihre Bestellung ganz ohne Worte aufgeben. Das funktioniert so: Auf einem Tablet mit Eye-Tracking-Funktion werden 20 Zutaten, die als Pizza-Belag dienen können, angezeigt. Die Kunden schauen sich die Lebensmittel an und das System erkennt, bei welchen Zutaten man am längsten verweilt hat. Diese werden dann als Wunsch-Belag für die eigene Pizza festgehalten. Selbstverständlich muss der Gast dann die unbewusst erstellte Bestellung noch bestätigen oder kann sie gegebenenfalls noch verändern.

Eye-Tracking bei Restaurants der Franchise-Marke Pizza Hut

Die Eye-Tracking-Methode war einmal sehr teuer und wurde vor allem in der Wissenschaft genutzt. Heute ist sie jedoch so weiterentwickelt, dass man einfache Systeme schon für dreistellige Summen erstehen kann. Die Frage, die sich stellt, ist aber, welchen wirklichen Nutzen die Kunden und das Franchise-System Pizza Hut von dieser Bestell-Variante haben. Aktuell überwiegt ganz eindeutig der Entertainment-Charakter der Aktion, denn seine Pizza mündlich zu bestellen geht eindeutig schneller.

Und auch die Zuverlässigkeit der Methode lässt zu wünschen übrig, denn Eye-Tracking ist nicht gleichbedeutend mit Gedankenlesen. Es kann die unterschiedlichsten Gründe geben, warum wir uns einen präsentierten Gegenstand länger und/oder öfter ansehen, als einen anderen. Das Magazin Scientific American bringt das gut und unterhaltsam auf den Punkt:

„Maybe the picture of the pepperoni is harder to identify than the picture of the mushroom. Maybe the pile of pepperoni looks like your favorite Uncle Zach. Or maybe the pepperoni is just brighter on the screen. Any or all of these differences and many others can influence where and how long you look—far outweighing any subconscious preference for pepperoni.”

Nicht ohne Grund also wird die unbewusst getroffene Bestellung nicht umgehend in die Küche übermittelt, sondern muss von den Gästen noch einmal bestätigt werden. Wir sind gespannt, ob man von dem Test nochmal etwas hören wird, oder ob sich die Eye-Tracking-Methode beim Bestellvorgang doch als Marketing-Aktion entpuppt. Ein ähnliches Beispiel für technische Spielereien lieferte das Franchise-System Domino’s Pizza, die mit einer Flugdrohne Pizza auslieferten – allerdings nur für ein Werbevideo. Unterhaltsam sind die Aktionen auf jeden Fall.

 

 

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