Ideenmanagement für Franchise-Systeme – Der Live-Chat mit Stefan Neumann in Revue

ideen-management für Franchise-UnternehmenAm letzten Freitag ging es im Live-Chat des FranchisePORTAL um Ideen. Ideen entwickeln, Ideen umsetzen – Chancen für Franchise-Systeme war die Leitlinie für die offene Frage-Runde rund um das Ideenmanagement im Franchising.

Die zur Verfügung stehenden zwei Stunden wurden von den Fragestellern ausgiebig genutzt, so dass Stefan Neumann (Deutscher Franchising Service e.G.) 24 Fragen beantworten durfte. Um keinem Fragenden eine Antwort schuldig zu bleiben, war es sogar nötig, ein wenig die Zeit zu überziehen. An dieser Stelle soll ein grober Überblick über die Erkenntnisse von letztem Freitag verschafft werden.

Was ist Ideen-Management und wo liegt der Unterschied zum klassischen Vorschlagswesen?

Im Gegensatz zum klassischen Vorschlagswesen wird im Ideenmanagement nicht auf das Herantragen von Ideen gewaretet, sondern durch den Einsatz aktiver Methoden werden die im Stillen vorhandenen Ideen von Franchisepartnern oder Mitarbeitern der Franchisezentrale herausgearbeitet. Tatsächlich schlummern in den Köpfen der meisten Mitarbeiter die unterschiedlichsten Ideen, die dem Unternehmen von großem Nutzen sein könnten, wenn diese denn freigesetzt würden. Die Freisetzung vorhandener, aber nicht artikulierter, Ideen in Verbindung mit einer Zielorientierung ist das Ziel des Ideenmanagements.

Wie läuft ein klassisches Projekte zum Ideen-Management ab?

Der folgende Ablauf kann als typisch für Projekte zum Ideen-Management betrachtet werden. Er beinhaltet 7 Schritte:

  1. Festlegung, an welchen Stellen des Unternehmens der größte Handlungsbedarf besteht
  2. Formulierung der gewünschten Zielsetzungen (für Unternehmen und Mitarbeiter / Partner)
  3. Festlegung des Zeitplans sowie der Werkzeuge
  4. Information von Mitarbeitern und / oder Partnern
  5. Aktive Ideen-Generierung
  6. Sicherstellung der Umsetzung der entwickelten Maßnahmen mit Hilfe eines Umsetzungsplans
  7. Kommunikation des Erfolgs

In der Regel ist eine Person nötig, die mit den Beteiligten Ideen herausarbeitet und dabei hilft, diese transparent zu machen. Außerdem unterstützt diese Person alle Beteiligten bei der praktischen Umsetzung der Idee. Wer im Unternehmen diese Funktion einnimmt sollte kommunikationsstark und stets offen für Neuerungen sein.

Wie kommt man an die Ideen heran? Wettbewerbe, Belohnungen oder vielleicht intervallartige Suchphasen?

Das Ideen-Management sollte nicht als gänzlich formal festgeschriebener Bestandteil von Unternehmensprozessen sein, sondern Bestandteil der Unternehmensphilosophie werden. Entsprechend sind nach Ansicht von Herrn Neumann Wettbewerbe und finanzielle Belohnungen oder spezielle Phasen der Ideensuche nicht der richtige Weg zur optimalen Ideen-Findung. Lieber sollten Mitarbeiter und Partner erkennen, dass dem Unternehmer oder Franchisegeber ihre Ideen wichtig sind und sinnvolle Ideen auch umgesetzt werden. Haben Mitarbeiter und Partner dies erkannt, dann kann schon bald der gewünschte Automatismus eintreten.

Eines Tages werden Sie gar nicht mehr merken, dass Sie ein Ideen-Management implementiert haben, denn dann gehört die Entwicklung und Umsetzung von Ideen fast genauso selbstverständlich zum Arbeitsalltag wie die Bearbeitung der Eingangspost.

Welche Art von Ideen sollen im Franchise-Unternehmen generiert, gesammelt und ausgewählt werden?

Herr Neumann empfiehlt Arten und Formen von Ideen nicht einzuschränken. Es sollten alle Ideen gesammelt werden, die dem Unternehmen beim Sprung nach vorne helfen können. Welche Ideen zu welchem Zeitpunkt tatsächlich umgesetzt werden, kann später festgelegt werden. Auch nicht umgesetzte Ideen sollten aufbewahrt werden, können „alte“ Ideen später doch wertvolle Anregungen geben.

Praxistipp für Franchise-Unternehmen

Am Ideen-Management in Franchise-Unternehmen sind viele Personen beteiligt. Um sicher zu stellen, dass tatsächlich alle Vorschläge über Partnerbetreuer oder VOrgesetzte weitergeleitet werden, empfiehlt Herr Neumann den Einsatz von E-Mails als Mitteilungsmedium. So kann standardmäßig die relevante Stelle einfach in Kopie gesetzt werden (CC) und das Franchise-Unternehmen läuft nicht Gefahr, gute Ideen zu verlieren. Außerdem kann bei Treffen und Tagungen der Punkt „Ideen-Präsentation“ in den Ablaufplan aufgenommen werden.

Das vollständige Chat-Protokoll mit allen Fragen und Antworten ist mit diesem Link zu erreichen: Live-Chat 15.01.2010 Ideen-Management

Bild: photocase.com © complize | m.martins

 

 

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