Aktueller denn je: Gründungspotenzial von Migranten

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Migranten bringen Gründungspotenzial mit sich

Dass Migranten in Deutschland vergleichsweise gründungsfreudig sind, sollte in der Gründerszene mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Zuletzt widmete die KfW eine Publikation dem Schwerpunkt Existenzgründung durch Migranten und hielt dabei viele interessante Fakten zum Thema fest.

 

KfW: Etwa jede 5. Existenzgründung durch Migranten

  • Migranten gründen nicht nur häufiger, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht,
  • sie beschäftigen auch häufiger von Anfang an Mitarbeiter.
  • Migranten sind im Durchschnitt beim Zeitpunkt der Gründung etwas jünger
  • und es machen sich häufiger Männer als Frauen selbstständig.

Keine Nationalität fällt hier speziell als besonders gründungsfreudig auf. Vielmehr entsprechen die Nationalitäten der Existenzgründer in der Häufigkeit den Bevölkerungsanteilen. Je nach Region können die Zahlen auch noch höher liegen. Steffen Kessler hat hier im Franchise-Treff bereits 2014 darüber berichtet, dass die IHK der Region Bonn/Rhein-Sieg veröffentlichte, dass dort jeder vierte Existenzgründer Migrationshintergrund habe.

Gründungspotenzial von Migranten und die aktuelle Flüchtlingsdebatte

Die Zeit hat hierzu einen interessanten Artikel veröffentlicht, der sich positiv zu der Chance äußert, die hier für das deutsche Unternehmertum liegen könnte. Alleine der Titel „Deutschlands Chance – Folgt auf die Flüchtlingswelle bald eine Gründungswelle?“ unterstreicht den positiven Ton des Artikels.

Auf Grund der Fakten, wie sie IHK’s, HWK’s oder die KfW seit Jahren veröffentlichen, eine durchaus ernstzunehmende Chance. Doch natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass Menschen, die gerade erst in ein sicheres Land geflohen sind, schnell ein eigenes Unternehmen gründen. Das ist schlichtweg unrealistisch. Flüchtlinge müssen sich zunächst um die elementarsten Dinge kümmern – wie eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Es folgen die Wohnsituation und selbstverständlich der Spracherwerb. In dem Zeit-Artikel sagt der Soziologe René Leicht, dass Migranten „im Schnitt erst elf Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland gründen“.

Franchise-System engagiert sich für Integration

Doch auch die Migranten, die selbst kein Unternehmen gründen werden, können dazu beitragen unsere Gesellschaft zu stärken und auch das Unternehmertum zu fördern. Dass dies bereits Realität und nicht reines Wunschdenken ist, beweist die Initiative „Power Eltern, Power Kinder“. Das Franchise-System Agentur Traumhochzeit hat kürzlich das Sponsoring für diese Initiative des Türkischen Bundes NRW mit dem OB Düsseldorfs übernommen. Ziel ist es, motivierende Beispiele geglückter Integration zu präsentieren und zu honorieren. Eltern mit Migrationshintergrund, die ihre Kinder besonders unterstütz haben, in unserer Kultur Fuß zu fassen, ihren Weg zu gehen und beruflich erfolgreich zu sein, werden hiermit geehrt.

Daniela Jost ist die Gründerin und Franchise-Geberin von Agentur Traumhochzeit und hat nun das Preisgeld für eines der engagierten Elternpaare übernommen: „Mich haben die Geschichten der Bewerber sehr beeindruckt und ich finde den Ansatz großartig, gerade im Moment das Augenmerk auf Mut machende Beispiele zu lenken. Negativität schafft Negativität. Wir sollten unseren Fokus auf das richten, was wir uns wünschen“.

Im FranchisePORTAL haben wir weitere Informationen zum Thema Gründungspotenzial von Migranten bereitgestellt.

Bildquelle: 1000 Words / Shutterstock.com

 

 

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