Die Do’s und Dont’s beim Aufbau eines Franchisesystems: Franchisechat

Junge Systeme

Bei angehenden Systemen muss viel beachtet werden

Am vergangenen Freitag fand der First Franchise Friday-Chat statt. Diesmal beantwortete Michaela Jung von SYNCON International Franchise Consultants die Fragen der Chat-Teilnehmer. Praxis- und Lebensnah ging die Beraterin auf alle Fragen ein, die sicherlich einen hohen Mehrwert für alle jungen oder angehenden Systeme beziehungsweise Geber haben. Schließlich lautete das Thema des ersten Chats im neuen Jahr „Aufbau eines Franchise-Systems: DOs und DON’Ts.

Die wichtigsten und prägnantesten Tipps und Hinweise, die Jung im Chat gegeben hat, sind hier in aller Kürze zusammengefasst. Das ausführliche Chat-Protokoll kann man hier nachlesen.

Angehende Systeme: Relevante Tipps

  • Erprobtes Geschäftskonzept: Das Konzept sollte an mindestens ein bis zwei Standorten und ein oder zwei Jahre erprobt werden. „(…)Es ist für Sie als Franchise-Geber wichtig, Sicherheit zu haben, dass Ihr Konzept ausgereift ist und erfolgreich funktioniert, ansonsten multiplizieren Sie mit jedem neuen Franchise-Partner nicht nur Ihre Erfolgsfaktoren, sondern auch Ihre Schwachstellen und damit auch die Probleme im Franchise-System. (…) Franchising bedeutet Weitergabe eines erprobten Konzeptes – diese Sicherheit brauchen Sie als Franchise-Geber und diese Sicherheit erwarten Ihre Franchise-Partner.“

 

  • Partner-Gewinnung: Zum einen benötigt man entsprechende Strukturen und Ressourcen in der Zentrale – und das bereits vom ersten Partner an. Jung zählt im Chat ein professionelles Rekrutierungskonzept, ein definiertes Anforderungsprofil, eine klare Zielgruppenbeschreibung, geeignete Instrumente zur Ansprache und einen standardisierten Prozess auf. „(…)Erfahrungsgemäß brauchen Sie 100 Kontakte – aus dem 10 konkrete Interessenten übrig bleiben – und daraus 1 Franchise-Partner gewonnen werden kann. Sie sehen, Sie haben einen hohen Aufwand und da macht es schon Sinn strategisch und zielorientiert vorzugehen ;o)“

 

  • Partner-Auswahl: Das Hauptproblem bei der Partnergewinnung bei jungen Systemen ist, überhaupt Interessenten zu gewinnen. Hat dann jemand ernsthaftes Interesse Partner zu werden, neigen junge Geber dazu, jeden Kandidaten zu akzeptieren: „(…)Und gerade bei den ersten Franchise-Partnern sind viele Franchise-Geber verführt, Abweichungen vom Anforderungsprofil zu machen, um endlich (!) den 1. Franchise-Partner zu haben (überspitzt formuliert: kein Kapital? egal, die Region passt nicht? egal, der Standort ist nicht besonders geeignet? egal, der Franchise-Interessent möchte unterschreiben? hurra!). Denken Sie daran „you never get a second chance to make a first impression“ – das gilt für Franchise-Interessenten genauso, wie für Sie als Franchise-Geber. Und: Vielleicht finden Sie einen Franchise-Interessenten besonders sympathisch, weil Sie Ähnlichkeiten / Gemeinsamkeiten entdecken? Vorsicht: Sie suchen ja keine neuen Franchise-GEBER, sondern neue Franchise-PARTNER und das Anforderungsprofil an Sie als Franchise-Geber ist nicht deckungsgleich mit dem Anforderungsprofil an Franchise-Partner. Bei der Auswahl ist es auch oft hilfreich, 6-Augen-Gespräch zu führen, also Sie, jemand aus Ihrer Zentrale und der Franchise-Interessent, so dass Sie sich danach austauschen und Eindrücke besprechen können.“

 

  • Gebühren berechnen: Die Gebühren sollten auf jeden Fall individuell für jedes System errechnet werden. Einige Schritte gelten jedoch für alle Systeme gleich, wie Michaela Jung weiß: „(…)Um sich an die Franchise-Gebühren schrittweise anzunähern, ist es sinnvoll zu schauen, was denn der Franchise-Wettbewerb in der eigenen Branche für Franchise-Gebühren verrechnet. Gleichzeitig erkennen Sie in der Wirtschaftsplanung für den zukünftigen Franchise-Partner, wieviel an Franchise-Gebühren Sie monatlich verlangen dürfen, damit Ihre Franchise-Partner wirtschaftlich überleben können, Ihr Franchise-System am „Markt der Franchise-Existenz“ attraktiv bleibt und Ihr zukünftiger Franchise-Partner letztendlich immer noch mehr verdient, als wenn er klassischer Einzelkämpfer wäre.“

 

 

 

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