Neues Video-Interview: Ingo Anderbrügge, der Profi-Fußball und das Unternehmertum

Der ehemalige Bundesliga-Fußballer Ingo Anderbrügge hat mich in unseren Räumlichkeiten des FranchisePORTAL besucht. Gemeinsam haben wir uns über das Unternehmertum im Allgemeinen sowie während und nach einer Karriere als Profifußballer unterhalten. Insbesondere wollte ich wissen, wie Ingo das Unternehmertum sieht, welche Learnings er für sein Unternehmertum aus seiner Fußballerkarriere mitnehmen konnte und welche Tipps er für angehende oder bestehende Unternehmer hat.

Über folgende Themen haben Ingo und ich uns unterhalten:

Was sollten wir über Ingo Anderbrügge wissen?

Ingo war Profi-Fußballer bei Borussia Dortmund und Schalke 04. Während dieser Zeit ist er in die Jahrhundertelf von Schalke gewählt worden. Es folgten mehrere Stationen als Trainer. Heute hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und ist Unternehmer mit einer Fußballschule als junges Franchisesystem.

 

Zeichnet es einen Unternehmer aus, dass er so empfindet, als hätte er sein Hobby zum Beruf gemacht?

Aus Sicht von Ingo Anderbrügge ist es zumindest notwendig, dass man als Unternehmer Spaß an seinem Job hat. Man braucht die Leidenschaft. Wie auch der Sportler, der nach Niederlagen und schlechten Phasen mehr arbeiten muss, um wieder in die Spur zu kommen. Das nimmt er für sich aus dem Sport mit.

 

Ist das Profi-Fußballgeschäft aus Sicht von Ingo Anderbrügge bereits eine Art Unternehmertum?

Man kann es zumindest vergleichen wie eine kleine Ich-AG. Allerdings öffnen sich für Profi-Fußballer überall recht leicht die Türen. Ist man aus dem Geschäft dann raus, wird man feststellen, dass die Industrie draußen durchaus schärfer sein kann. Wie im Sport gilt es dann die Ärmel hochzukrempeln. Eine Hochphase als Profi-Fußballer bleibt nicht dauerhaft bestehen.

 

Wann kam Ingo Anderbrügge zum ersten Mal mit dem Unternehmertum in Berührung?

1990 mietete Ingo Anderbrügge ein kleines Ladenlokal und eröffnete ein Sportgeschäft. Als Spieler kam er so in eine beruflich andere Situation als Unternehmer. Dabei kam ihm seine Prominenz durchaus zu Gute. Vereine haben bei ihm Trikots gekauft und so kam er bei der Übergabe von Trikots in Berührung mit dem Kindertraining. Ingo fing an, Kinder zu trainieren und entdeckte daraus seine Leidenschaft darin, Kindern Fußball zu vermitteln. Aus Sicht des Schalke-Managers Rudi Assauer hätte Ingo allerdings das Zeug zum Nationalspieler gehabt, wenn er nicht so viele andere Dinge nebenbei gemacht hätte.

 

Was war die größte Herausforderung im Unternehmertum?

Die Phasen, wo der Kopf müde ist. All die Themen, um die sich ein Unternehmer kümmern muss. Es war für Ingo Anderbrügge eine Herausforderung, abends “kopfmüde” und kaputt zu sein, obwohl er sich gar nicht stark körperlich angestrengt hatte. Dies war für den Profisportler eine neue Herausforderung, mit der er unter anderem mit Hilfe seiner Familie lernen musste umzugehen.

 

Welchen Tipp kann Ingo Anderbrügge Unternehmern geben?

“Denk nicht, Du bist Chef! Denk nicht, Du bist Unternehmer! Denk, Du bist Trainer und musst Deine Mannschaft fit machen.”

Dabei muss auch ein Unternehmer sich selbst in den Fokus stellen. Es wird wie im Sport ein Wechsel aus Belastung und Erholung benötigt. Für Unternehmer und die Mitarbeiter. Nach Phasen hoher Belastung braucht es wieder Phasen der Erholung um anschließend wieder leistungsfähig zu sein. Das gilt für Sportler wie auch für Unternehmer und daran sollte man aus Sicht von Ingo Anderbrügge stets denken.

 

Im nächsten Video spreche ich anschließend mit Ingo über das Franchising im Allgemeinen und natürlich auch über sein eigenes Franchisesystem. Dieses werden wir in Kürze veröffentlichen. (Anm. d. R.: Und hier ist es auch schon….)

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