20 Jahre Deutsche Einheit: Unternehmertum in Deutschland

An diesem Sonntag feiern wir Deutschen zum 20. Mal unsere Wiedervereinigung. Keine Frage, dieser historische Moment hat vieles geändert und vor allem auch Einfluss auf die Wirtschaft genommen. Doch welche Auswirkungen hatte die Wende auf das Unternehmertum? Wie gründen die Menschen aus dem Osten? Damit befasst sich auch ein Artikel im Netz und spricht von einer Steigerung der Gründerquote im Osten von über 120 Prozent – Angesichts des weitgehenden Verbots sich in der DDR selbstständig zu machen (beruflich wie geistig) ist diese Zahl nicht mehr ganz so beeindruckend.

Wie zu erwarten war, kam es direkt nach Wende zu einem Gründungsboom in den neuen Bundesländern. Bis zum Jahr 2004 hatten sich dann die Gründerzahlen der alten und neuen Bundesländer angeglichen. Der KfW Gründungsmonitor 2010 beschreibt die aktuelle Situation des Gründungsgeschehens wie folgt:

„Im Westen lag die Gesamtgründerquote im Jahr 2009 mit 1,78 % wie in den Vorjahren höher als im Osten (1,30 %). Die auf die jeweiligen Bevölkerungen hochgerechneten Gründerzahlen belaufen sich entsprechend auf 752.000 (+11 %) Personen in Westdeutschland und 122.000 (+6 %) Personen in Ostdeutschland (Veränderungen zum Vorjahr in Klammern). Damit fiel, nachdem die Gründerzahlen bereits im Jahr 2008 im Westen weniger stark zurückgegangen waren als im Osten, der Anstieg in der Gründungsaktivität insgesamt in Westdeutschland stärker aus als in Ostdeutschland. Hierdurch hat sich die Lücke in der Gründungsaktivität zwischen Ost- und Westdeutschland weiter vergrößert.“

In der Franchise-Wirtschaft sind Unternehmen aus den neuen Bundesländern durchaus vorhanden und äußerst erfolgreich. Spitzenreiter dürfte wohl Town & Country Haus, das in Hörselberg-Hainich (Thüringen) ansässig ist, sein. Weitere bekannte und etablierte Franchise-Systeme, die Ihren Firmensitz im „Osten“ haben, sind zum Beispiel EXUWEG, ASL, CHELSEA, Call a Pizza oder m.p. by style.

Bereits vor etwa einem Jahr hatte wir uns hier im Blog anlässlich der 20 Jahre seit  Mauerfall mit dem Thema Franchising in Ost- und Westdeutschland beschäftigt.

Allgemein ist der Trend zu mehr Existenzgründungen in Deutschland im Zuge der Erholung von der Wirtschaftskrise zu verzeichnen. Menschen, die zwar einerseits an einer beruflichen Selbstständigkeit interessiert sind, aber andererseits große Risiken scheuen, könnten eventuell als Franchise-Nehmer geeignet sein. Durch die Unterstützung der System-Zentrale und die etablierte Geschäftsidee scheitern Franchise-Gründer deutlich seltener als klassische Gründer.

Bild: Zoonar / Reinhard Kungel

 

 

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