Franchising in Deutschland – Ein Image-Problem?

image1501Noch immer hat Franchising in Deutschland ungerechtfertigter Weise mit Vorurteilen und einem tendenziell eher schlechten Image zu kämpfen. Doch woher kommen diese Vorbehalte? In anderen Ländern, allen voran in den USA, ist Franchising ein durchaus anerkanntes und weit verbreitetes Vertriebs-System. Die eher ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber dem Franchising scheint vor allem auf Unkenntnis zu beruhen. Alles Unbekannte erst einmal skeptisch zu betrachten ist wohl eine typisch deutsche Eigenheit.

Interessanter Weise wissen die wenigsten Deutschen wie viele bekannte Unternehmen in Deutschland bereits erfolgreich mittels Franchising expandieren. Schauen Sie sich bei Ihrem nächsten Einkaufsbummel durch die Innenstadt doch einmal genauer um: Wussten Sie, dass auch ApolloOptik, Marc’o’Polo, Reno, TeeGschwendner oder VomFass – um nur wenige zu nennen – Franchise-Systeme sind?

Meist sind es die Franchise-Gebühren, die Unwissende abschrecken. Auch die Einstiegsgebühr, die bei einem Franchise-Riesen wie McDonalds oder BurgerKing schon mal 50.000 Euro betragen kann, wirkt abschreckend. Die Frage „Wofür soll ich denn so viel Geld zahlen, um dann auch noch selbst zu schuften“ scheint das negative Image des Franchisings in Deutschland zu begleiten. Aufklärung tut also Not:

Wofür zahlt man die Einstiegsgebühr?

Die Einstiegsgebühr wird einmalig fällig. Dadurch sichert der Franchise-Geber die Finanzierung der Leistungen, die das System noch vor der Eröffnung bietet. Darunter fallen unter anderem die Erprobung des Geschäftskonzeptes, die Partnersuche, die Standortanalyse oder die Entwicklung des Handbuchs.

Und wofür bezahlt man eigentlich Franchise-Gebühren?

Mit den Franchise-Gebühren, die der Franchise-Nehmer in der Regel monatlich an den Franchise-Geber zahlt, werden die Leistungen des Franchise-Systems nach der Eröffnung finanziert, die wiederum dem Franchise-Nehmer zu Gute kommen. Zum Beispiel wird die Systemzentrale, die viele bürokratische Belastungen für den Franchise-Nehmer abfängt, von den Gebühren finanziert.

Auch Schulungs- und Weiterbildungsangebote zum eigenen Nutzen werden so finanziert. Außerdem wird der gesamte Marketing-Bereich von den Systemen geleitet. Die oftmals größte Hürde bei einer individuellen Existenzgründung –wie erreiche ich meine Kunden – zu nehmen, wird also erleichtert.

Die Markt- und Wettbewerbsbeobachtung, die Weiterentwicklung von Produkten oder Dienstleistungen, die Betreuung im Alltagsgeschäft und weitere Leistungen im Bereich Management – all dies sind Leistungen des Franchise-Gebers, die durch die Franchise-Gebühr erbracht werden können. Nicht zu vergessen die Vorteile, die der Franchise-Nehmer durch das Nutzungsrecht einer bekannten Marke hat.

Die Zahlung einer Gebühr ist also nicht per se „Abzocke“, sondern meist eine gerechtfertigte Summe, die für Nutzungsrechte und Dienstleistungen des Franchise-Gebers für den Franchise-Nehmer zu leisten ist. Zudem richtet sich der Betrag oft nach den Umsätzen. So betont der Franchise-Geber sein Interesse und seine Abhängigkeit vom Erfolg jedes einzelnen Franchise-Nehmers. Weiterführende Informationen finden Sie auf dem FranchisePORTAL im Kapitel Grundlagen sowie im Glossar.

 

 

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