Gastbeitrag: Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründer – auch im Bereich Franchising

2014-0321-Bild1_350Für Existenzgründer gibt es rechtlich und finanziell sehr viel zu beachten. Im folgenden Artikel wird vor allen Dingen der finanzielle Aspekt näher betrachtet. Da sich kaum ein Betrieb von Anfang an selbst trägt und nur wenige das nötige Eigenkapital zur Finanzierung der ersten Jahre oder Monate mitbringen können sind hier Kredite oft eine Lösung. Der Sonderfall der geförderten KfW-Kredite wird ebenfalls behandelt. Eine Möglichkeit große Anfangsinvestitionen zu umgehen ist das Leasing, auch hierauf werden wir später eingehen. Die oftmals schlechte Zahlungsmoral der Kunden ist ebenfalls eine kritische Variable, die es zu umschiffen gilt. Hier kann der Verkauf der Forderungen eine sinnvolle Lösung sein. Welche Voraussetzungen hier gelten wird ebenfalls detaillierter dargestellt.

Die Kreditvergabe an Unternehmen ist im Hinblick auf die regulatorischen Richtlinien von Basel II und III restriktiver geworden. Banken müssen strengere Vorschriften bei der Geldleihe beachten und gerade der Mittelstand ist daher in seiner Finanzierung eingeschränkt. Der Verkauf von Mittelstandsanleihen ist hier eine willkommen Alternative, jedoch für Existenzgründer nur in wenigen Fällen aufgrund der Kosten möglich. Am ehesten in Betracht kommen für junge bspw. Franchise-Nehmer dabei KfW-Kredite. Diese Kredite muss man in den meisten Fällen bei seiner Hausbank beantragen. Wenn diese jedoch die Kreditvergabe nicht unterstützen will oder kann gibt es die Möglichkeit über neutrale Finanz-Plattformen nach passenden Alternativen suchen zu lassen. Zum einen wird im Rahmen der neutralen und kundenorientierten Beratung geschaut, welche Fördermöglichkeiten überhaupt in Frage kommen. Danach wird nach einer passenden Hausbank gesucht, die dem Vorhaben mit großer Wahrscheinlichkeit zustimmt und man kommt bei Zustimmung in den Genuss verbilligter und geförderter Kreditmittel.

Leasing ist die zweite „Waffe“, die Existenzgründern bereit steht. Hier stellt sich für Franchise-Nehmer die Frage, welche Maschinen und weitere Gegenstände vom Franchise-Geber übernommen werden müssen, welche der Franchise-Geber ggf. auch verleast und welche anderweitig geleast werden können. Prinzipiell sichern Sie sich durch Leasing mehr Liquidität, da Zahlungen nicht sofort anfallen, sondern gestreckt werden. Durch eine große Auswahl an Leasing-Partnern erhalten Sie meist bessere Angebote, können bspw. die Anzahlung verringern, die Rate verringern oder die Laufzeit verlängern. Beim Leasing wird dabei zwischen Mobilien wie PKWs und Immobilen wie Bürogebäuden unterschieden. Sonderfälle wie Mietkauf oder Ratenzahlung bieten sich hier je nach Fall ebenfalls an. Ein weiterer Vorteil ist die relativ einfache Buchhaltung (die Leasingrate wird komplett als Betriebsausgabe berücksichtigt), wodurch Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Factoring – also der Verkauf von Forderungen – ist relevant, wenn Rechnungen von Kunden nicht oder zu spät gezahlt werden und dadurch die Liquidität des Unternehmens gefährdet ist. Gegen eine gewisse Factoring-Gebühr treten Sie Ihre Forderungen an den Factoring-Anbieter ab und erhalten sofort den Großteil der offenen Rechnungen ausgezahlt. Hierdurch kommen Sie schnell an Liquidität und können bspw. Skonti einlösen oder Kredite ablösen. Sie erhalten mehr Planungssicherheit und können sich ebenfalls auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren. Relevant ist hier eine gute Vorbereitung der Forderungsverkäufe. Bereits im Vertragswesen und den Zahlungsbedingungen können Sie zum einen Forderungsausfall vorbeugen und zum anderen die Grundlagen legen, damit dieser auch leicht umgesetzt werden kann. Dies betrifft die Abläufe vor der Rechnungsstellung. Nach Rechnungsstellung geht es dann um Punkte wie den gesamten Reklamationsprozess, die geklärt werden müssen. Eine Möglichkeit Forderungen ohne jegliche Risiken bei Forderungsausfall zu verkaufen ist die sogenannte Forfaitierung. Ebenfalls ist es möglich, regelmäßig wiederholende Rechnungen abzutreten, was sich besonders bei Kunden anbietet, die erfahrungsgemäß relativ spät und unsicher zahlen. Der Forderungsverkauf bietet, wie man sehen kann, vielfältige Möglichkeiten, wobei die Frage ist, ob die Vorteile die anfallenden Kosten überwiegen und welcher Aufwand buchhalterisch weg fällt oder entsteht.

Wie in den vorangehenden Beispielen zu erkennen bieten sich für Existenzgründer und auch Existenzgründer im Bereich Franchising vielfältige Möglichkeiten der Finanzierung vor und nach Geschäftsgründung. Wichtig dabei ist es im Bedarfsfall abzuwägen, ob eine Finanzierung notwendig ist, wie hoch deren Kosten sind, welche Finanzierung sinnvoller ist und welcher Anbieter die gewählte Finanzierung am besten abdeckt.

2014-0321-Bild2_200Über den Autor:

Daniel Stein ist Diplom-Kaufmann und Marketing-Leiter bei finaboo http://finaboo.de .
„Was im Privaten schon längst zum Alltag gehört, bietet das Online-Vergleichsportal finaboo jetzt auch für Unternehmen. Bereits 50% aller Privatkunden kommunizieren digital mit ihrer Bank, warum sollte man nicht auch bundesweit und online die besten Angebote für Finanzierung, Leasing oder Factoring anbieten? finaboo bietet diesen Service gemeinsam mit seinen starken Produktpartnern.“

 

 

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