Live-Chat mit Frau Prof. Bellone zum Thema Greenfranchising

greenfranchise150Im Rahmen des Chats im Expertenforum „Marketing“ am 29. Januar stand Frau Professor Bellone zwei Stunden lang Rede und Antwort zu einem neuen Trendthema 2010 – dem Greenfranchising.

Im Gespräch mit den vielen Chat-Teilnehmern wurde der Begriff des Greenfranchising genauer erläutert. Was ist das genau? Welche Branchen betrifft der Trend? Wie kann ein Franchise-System green werden?

Was ist Greenfranchising?

Das Greenfranchising betrifft in der Tat nicht nur Systeme, die Bio-Lebensmittel und –Kleidung anbieten. Dies ist zwar durchaus ein relevanter Aspekt des Greenfranchisings, dem immer mehr gastronomische Franchise-Systeme Beachtung schenken. Aber Greenfranchising ist mehr als das:

„Greenfranchising umfasst die Bereiche soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Also inwieweit verhält sich ein Unternehmen in diesen drei Bereichen zukunftsgerichtet. Ein nachhaltiges Partnermarketing gehört ebenso dazu wie ein entsprechendes Recyclingkonzept.“

Um Unternehmen im Franchising zu mehr Nachhaltigkeit zu motivieren und positive Beispiele hervorzuheben, vergibt Frau Professor Bellone zusammen mit dem Schweizer und dem Deutschen Franchise-Verband den Greenfranchise-Award.

Franchise-Systeme werden green

Da es beim Greenfranchising um das Thema Nachhaltigkeit geht, werden alle Branchen von dem Trend erfasst. Aktuell findet die Veränderung vor allem in den Branchen Energieversorgung, Wohnen, Essen und Kleidung statt – also in den Bereichen, die unser Leben am stärksten beeinflussen.

Konkrete Beispiele: BP entwickelt in einem Joint-Venture mit dem US-amerikanischen Chemiekonzern DuPont Lösungen für Biosprit. Aral als Tochtergesellschaft von BP entwickelt in verschiedenen Arbeitsgruppen unter dem Brand Ultimate Kraftstoffe innovative Lösungen u.a. einen schadstoffärmeren Diesel-Kraftstoff. Subway hat einen Eco-Store in Florida eröffnet, wobei Eco für ecology, also Ökologie steht. Und McDonalds setzt gleich ein ganz markantes Zeichen, indem sie ihr Logo im Hintergrund von rot auf grün ändern.

Im Bereich Greenfranchising halten die USA – wie in vielen Bereichen des Franchisings – die Vorreiterrolle. Dort ist der Begriff schon weitaus etablierter und wird von den amerikanischen Systemen zunehmend umgesetzt. Spätestens seit dem Regierungswechsel ist neuer Schwung in das ökologische Bewusstsein der amerikanischen Wirtschaft gekommen.

Ein unehrlicher Trend?

Ein Chat-Teilnehmer stellte Frau Professor Bellone die berechtigte Frage, ob es bei einem solchen Trend bei den meisten nicht an der nötigen Überzeugung mangele. Viele gebräuchten den Trend doch sicher nur für kommerzielle Zwecke.

„Sicher gibt es einige, die eher „Greenwashing“ als eine entsprechende Überzeugung zu Markte tragen. Im Hinblick auf unsere ökologischen und sozialen Herausforderungen sind diese ebenso wichtig, um gesamthaft ein Umdenken in Gang zu bringen. Damit können auch solche, deren Überzeugung noch schwach ist, durch Bestätigung von außen vielleicht zu Überzeugungstätern werden. Interessant ist auch, wie viele Unternehmen ihre nachhaltigen Prozesse gering einschätzen bzw. nicht „erwähnenswert“, obwohl sie seit Jahren soziale Projekte fördern oder mit Unternehmen wie z.B. I:CO (I collect) zusammenarbeiten, die im großen Stil für Recycling stehen.“

Das ausführliche Chat-Protokoll zum Thema Greenfranchising finden Sie hier. Es wurden zudem auch interessante allgemeine Fragen zum Thema Franchising diskutiert.

 

 

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